Franz Proske Wertingen

Wertinger Blog - Kritische Anmerkungen - Alternative Informationen - Corona

Drosten: Ausnahmezustand für immer!

Drosten hat gesprochen: “Die Maßnahmen stehen nicht in Frage.”

HERRGOTT! WER STOPPT DIESEN IGNORANTEN?!

Kommentar eines Foristen:

“Sperrstunden, Reisebeschränkungen, Kontaktbeschränkungen – wie lange soll das alles so weitergehen? Und was, wenn die Impfung nicht kommt? Die deutsche Politik bleibt die Antwort auf diese existenzielle Frage schuldig. Christian Drosten hat sie nun gegeben.

Bis die Impfung kommt – dieses Mantra wird seit dem Frühjahr aufgesagt, wenn es um die Frage geht, wie lange denn der Corona-Ausnahmezustand noch andauern soll, in dem wir uns eingerichtet haben. Reisebeschränkungen, Sperrstunden, Kontaktbeschränkungen, Versammlungsverbote: Alles schlimm, schon klar, aber damit müssen wir nun einmal leben, bis die Impfung kommt.

Die Formel ist zumindest ein Selbstbetrug. Denn in ihr verbirgt sich, unausgesprochen, eine andere, brutalere Aussage: Wenn keine Impfung kommt und das Coronavirus nicht verschwindet, dann müssen wir für immer so leben.

Man muss Christian Drosten deshalb fast dankbar dafür sein, dass er nun im Interview mit „Zeit Online“ zum ersten Mal Klartext spricht: „Auch wenn wir sehen würden, dass aus einem völlig unerfindlichen Grund die Entwicklung eines Impfstoffs nicht gelingt“, so die Schlüsselstelle, „würde man auf Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen setzen. Das Virus würde andernfalls wieder harte Gegenmaßnahmen erzwingen, einfach weil es nicht tragbar ist, in einer Gesellschaft mit unserem Altersprofil diese Krankheit durchlaufen zu lassen. Die vergangenen und derzeitigen Maßnahmen stehen daher nicht infrage.“
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Denn sie wissen nicht, was sie tun

Der einflussreichste Berater des Kanzleramts in der Corona-Krise – oder, wie Drosten es formuliert: „Ich werde vielleicht hier und da mal gefragt, was meine Meinung ist“ – gibt hier keine wissenschaftlichen Erkenntnisse durch. Er formuliert vielmehr eine coronapolitische Ethik.

Sie lautet so: Elementarste Rechte dürfen nicht nur, sie müssen sogar auf Dauer ausgesetzt werden, wenn es eine virologische Bedrohung gibt – sei es durch Corona, sei es, wie man schlussfolgern darf, durch jedes andere Virus mit ähnlicher Mortalität und Infektiosität.

Das ist eine ehrliche Ansage: Ein weitgehend freies, möglichst ungestörtes Leben mit dem Virus, wie Schweden es anstrebt, ist „nicht tragbar“, so Drosten – ein dauerhaftes Leben in einer kontaktbeschränkten, verängstigten, unfreien Gesellschaft hingegen schon, mit allen fatalen Folgen für Kinder und Familien, Selbständige und Künstler, Jugendliche und Einsame. Die Grundrechte einer offenen Gesellschaft – sie gelten demnach nur bedingt, im konkreten Fall: in Abhängigkeit vom Erfolg einer Impfung gegen das Coronavirus.

Über diese düstere Botschaft sollte man sogar dann nachdenken, wenn man Drostens Optimismus im Hinblick auf die Impfung teilt und nicht den Pessimismus seines Kollegen Hendrik Streeck.
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Wie lang soll das alles so weitergehen? Drosten hat diese Frage für sich beantwortet: im Zweifel für immer.

Es ist höchste Zeit, dass auch die deutsche Politik sich traut, den Bürgern ihre Antwort auf diese existenzielle Frage mitzuteilen.”

Updated: 7. Oktober 2020 — 18:04

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